Raus aus der Stressfalle.

Mit Yoga Fehler im Umgang mit Stress erkennen und Kompetenzen aufbauen.
Wer kennt das Gefühl nicht, mit allem verdrahtet zu sein. Jede Sekunde auszunutzen, um möglichst viel am Tag koordiniert und geschafft zu bekommen. Der Leistungsdruck am Arbeitsplatz wächst stetig  Die Herausforderungen im beruflichen Kontext sind gestiegen. Termine und Aufgabenstellungen sind enger getaktet. Laut aktueller Studie der Techniker Krankenkasse „Entspann dich Deutschland“ verzeichnen die Krankenkassen seit 15 Jahren eine Zunahme stressbedingter Krankschreibungen. Von den gut 15 Fehltagen pro Kopf und Jahr entfallen 2,5 Tage auf psychische Beschwerden wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen. Nach dieser Studie fühlen sich sechs von zehn Menschen in Deutschland  gestresst – unabhängig davon, ob beruflich oder privat. Ein knappes Viertel der Bevölkerung, 23 Prozent, gibt sogar an, häufig gestresst zu seinMio. Deutsche sind ausgebrannt  und die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen sind weiter steigend. Wie können wir es schaffen, in einer herausfordernden, immer schneller werdenden Arbeitswelt gesund, leistungsfähig und glücklich zu sein? Im Yoga finden wir verschiedene Ansätze. Denn Yoga ist mehr als nur ein reines Fitnesstraining. Welche Fehler schleichen sich im gestressten Alltag schnell ein?

FEHLER Nummer 1: Wir missachten die Alarmsignale unseres Körpers.

Grundsätzlich ist der Faktor Stress eine gut angelegte Funktion unseres Körpers. Stehen besondere Herausforderungen an versetzt sich unser Körper in Alarmbereitschaft und wir fokussieren uns auf die wesentlichen Dinge, die jetzt getan werden müssen, um die Situation zu meistern. Unser alter Bekannter Mr. Neandertaler benötigte diesen „Energieschub“, um vor seinem Erzfeind den Säbelzahntiger zu retten. Nach erfolgreicher Flucht oder Kampf gab es dann Zeiten der Ruhe und des Regenerierens.

Im Berufsalltag heute sind die Säbelzahntiger eher die mentalen Tiger wie Termindruck, Perfektionismus, genervte Kunden oder der Druck des Vorgesetzten. Auch in diesen Situationen reagiert unser Körper mit Anspannung und produziert den „Energieschub“.  Uns fehlt es jedoch an Bewegung, um den eigens prozierten Energiecocktail aus Adrenalin und Cortisol über gesunde Bewegung abzubauen. Wir nehmen uns auch nicht die Zeit für Erholung und Ruhe. Im Stakkato folgen Anforderung auf Anforderung. Auch ein gefühltes Multitasking löst die Vielzahl der Probleme nicht. Wir nehmen die Signale des Körpers wie Kopfschmerz, Rückenschmerzen, Herzrasen nicht mehr bewusst war.

Kompetenz aufbauen: Unsere Körperwahrnehmung verbessern. Achtsamkeitsübungen des Yogas helfen uns wieder unseren Körper bewusst wahrzunehmen. Ein bekanntes Modul ist der Body-scan. Mit unserem inneren Auge wandern wir durch unseren Körper und schenken den Körpersignalen unsere Aufmerksamkeit. Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen sind unsere Seismographen und fordern uns zu einer Regenerationspause auf.

FEHLER Nummer 2: Nicht auf die Bremse tretenWas passiert, wenn wir permanent am Limit arbeiten?

Unser Körper verbraucht seine Energiereserven. Das Ergebnis: Müdigkeit, Erschöpfung und die ersten körperlichen Symptome zeigen sich. Ein Schmerzkörper baut sich auf. Der Organismus versucht nun den Körper weiter auf dieses neue Leistungsniveau anzupassen. Er brennt sich aus. Was machen wir? Oftmals versuchen wir unsere verminderte Leistung durch Überstunden auszugleichen. Irgendwie muss ja die Arbeit geleistet werden. Leistung am permanenten Maximum führt zu Mittelmäßigkeit und Erschöpfung. Die persönliche Herausforderung jedes Einzelnen besteht darin, einen Ausgleich zwischen Energieverbrauch und Energieerneuerung zu finden. Was Spitzensportler längst erfolgreich praktizieren, hält glücklicherweise langsam Einzug in unsere moderne Leistungsgesellschaft: ein ausgeklügeltes System von Regeneration und Leistung.

Kompetenz aufbauen: Auf die Bremse treten. Atempausen sind Energiequelle und geben unsere Potentiale frei.
Atempausen sind wie kleine Ruheinseln, die uns ins in den achtsamen Moment zurückholen. Sie helfen uns aus Stress-Situationen auszusteigen, bringen uns in unser Körpergefühl. Dadurch nehmen wir uns wieder wahr, können uns neu ausrichten und bewusster mit Situationen umgehen. Der Tunnelblick der Stressreaktion macht sich wieder weit und Entspannung hilft uns den Körper wieder in seine Kraft zu bringen.

Unser Tipp: Einfach öfter Zeit nehmen und bewusst atmen: Einatmen. Ausatmen. Pause gönnen. Schon eine Minute kann zu einer Energiepause werden, die dem Körper Kraft schenkt. Im Yoga praktizieren wir die Wellenbewegung der Anspannung und Entspannung. Zwischen den Übungen können Atempausen helfen, die Körperwahrnehmung zu verbessern. So findet Yoga nicht nur auf der Yogamatte statt, sondern integriert sich in den Alltag.

Fehler Nummer 3: Unseren Stressgedanken Futter geben.

Ist man einmal in der Stressfalle gefangen, geschieht es nur zu oft, dass wir den Stressgedanken Futter geben. Die Beispiele kennen wir gut:

– Warum muss das immer mir passieren?
– Oh Nein, was wird das jetzt für Folgen haben?
– Ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann?
– Noch einen Fehler, darf ich mir nicht erlauben?

Kompetenz. Mentale Strategien zu Stressbewältigung trainieren.Wir könnten die Beispiele weiter fortführen. Die Kunst ist es, etwas Abstand von der Situation zu erhalten, um sich differenzierter damit auseinandersetzen zu können. Erst dann ist es uns möglich, die Dinge wieder neutraler zu betrachten oder als Beobachter der eigenen Gedanken nach positiven Denkweisen Ausschau zu halten. Hierbei ist Geduld ein guter Begleiter, denn Übung macht den Meister. Yoga ist mehr als nur die körperliche Fitness. Im ganzheitlichen Ansatz fördern wir die mentale Stärkung des Geistes. Übungen in der Stille helfen den benötigten Abstand zu gewinnen, um als Zeuge seiner selbst die negativen Gedankenmuster zu entlarven. So kann es  beispielsweise hilfreich sein:

– Realitäten anzunehmen, wie sie sind, wenn wir sie nicht selbst verändern können
– Den Blick auf das Positive einer Situation nicht zu verlieren
– Sich seiner Stärken zu besinnen

Kleine Übung für zuhause.

DANKE Ritual. Unser Geist ist darauf programmiert, uns vor den negativen oder „bedrohlichen“ Ereignissen des Tages zu schützen. Diese Dinge bleiben uns in der Erinnerung haften. Was ist aber, wenn wir am Ende eines Tages mal einen positiven Rückblick suchen und Danke sagen. Machen Sie sich der vielen kleinen positiven Momente des Tages abends bewusst.  Ein freundliches Lächeln, ein gutes Gespräch, die Natur, oder oder. Wir schwingen uns damit auf eine positive Sichtweise ein und nehmen sie mit in einen neuen Tag. Viel Spaß dabei.

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